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Konzertreihe "Zeitspiele" April / Mai 2026

  • Sa. 25. April, Pfarrkirche St. Peter, Passau, 19:00 Uhr

  • So. 26. April, Kirche St. Vitus, Hauzenberg, 18:00 Uhr (in Kooperation mit den "Kulturwochen Hauzenberg")

  • Sa. 09. Mai, Rittersaal Herzogsschloss Straubing, 19:00 Uhr (im Rahmen des Festivals "Neue Töne" der "Konzertfreunde Straubing e.V.")

Programm:
 

  • Ottorino Respighi: Antiche danze ed arie, Suite Nr. 3 (1932)
  • P. I. Tschaikowsky: Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester, op. 33 (1877) - Solist: Gregor Babica
  • Philipp Ortmeier: Symphonie "Nostalgia" (2020, Uraufführung)
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v.l.n.r.: Philipp Ortmeier (Foto: Josef Lang), Gregor Babica (Foto: Robert Zaigler), Eleni Papakyriakou (Foto: Constanze Wolf)

Die Sinfonietta Passau unter der Leitung von Dirigentin Eleni Papakyriakou lädt zu ihrer Konzertreihe "Zeitspiele" im April und Mai 2026 ein. Das spannende Programm schlägt eine faszinierende Brücke zwischen den Epochen und gipfelt in einem besonderen Highlight: der Uraufführung der Symphonie "Nostalgia" des Passauer Komponisten Philipp Ortmeier. Der Titel "Nostalgia" verrät einen sehnsüchtigen Rückblick auf ältere Musikstile und ist zugleich autobiografisch: Das Werk greift auf Skizzen aus 10 Jahren Schaffenszeit zurück. Ottorino Respighis wunderbare "Antiche danze ed arie, Suite Nr. 3" für Streicher aus dem Jahr 1932 präsentiert Motive von Lautenstücken des 16. und 17. Jahrhunderts. Tschaikowsky ließ sich von seinem großen Vorbild Mozart inspirieren und komponierte ein Thema für Violoncello im eleganten Rokoko-Stil. Das beliebte Meisterwerk "Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester" op. 33 interpretiert der renommierte Passauer Cellist Gregor Babica.​​

Der Online-Kartenvorverkauf wird in Kürze beginnen.

Das Sinfonieorchester "Sinfonietta Passau" wurde 2023 gegründet und kann bereits auf vier äußerst erfolgreiche Konzertreihen zurückblicken. Musikalische und künstlerische Leiterin ist Eleni Papakyriakou. Das Musikleben der Region wird durch ein breites Repertoire und spannende Programme bereichert. Die Sinfonietta Passau füllt Repertoirelücken an großer sinfonischer Musik, präsentiert anspruchsvolle und selten gespielte Werke sowie Uraufführungen. 

Was für ein grandioser Beginn des Vilshofener Jubiläumsjahres. Die Uraufführung der "Hymne an Vilshofen", komponiert von Regionalkantor Martin Bender, bereicherte das 40. Vilshofener Neujahrskonzert noch einmal gewaltig. Dabei war allein schon die Darbietung des Sinfonieorchesters "Sinfonietta Passau" unter Leitung von Eleni Papakyriakou eine Offenbarung.

Die Einsätze der Hörner strahlen im dritten Satz von Beethovens 8. Sinfonie und zeigen sich bei einem idyllischen Mittelteil auch von ihrer zarten Seite. Bei der Sinfonie überzeugt das Orchester vor allem im letzten Satz durch seine Spielfreude und kraftvolle Interpretation. Mit dieser Leistung etablieren sich die Sinfonietta Passau ebenso wie Papakyriakou weiter als Garanten für Konzerte, die Freude machen.

Das Zusammenspiel mit dem Orchester gelingt glänzend, auch weil das Orchester selbst wach ist, nie abschaltet und sich durch große Geschlossenheit auszeichnet. Eindrücklich zeigt sich dies bei den Bläsern bei Saint-Saëns oder auch in der Sinfonie Nr. 3 von Sibelius: Nicht nur die Einsätze selbst gelingen homogen, sondern auch das gemeinsame Decrescendo nach dem gesetzten Akzent. Hier zeigt sich exemplarisch Papakyriakous Gespür für Details, aus deren Summe sich ein wundervoll ausgewogener und runder Orchesterklang ergibt.

Hier [Sibelius 3. Sinfonie] setzt Eleni Papakyriakou ganz auf den konzentrierten Ausdruckswillen des Komponisten. Geschmeidig und klar führt sie die Musiker durch die Orchestrierung, fordert das sich steigernde rhythmisches Tempo energisch und arbeitet fein das Spiel der wechselnden Motive und Fragmente heraus. Berauschend und hymnisch endet die Symphonie.

Die Sinfonietta erzeugte einen Klang, der, bei aller zurechtgeprobten Ge­nauigkeit, frei und belebend klang. Und dieses natürliche Musizieren prägte den Abend bis hin zur volls­ten Zufriedenheit des Publikums. 

Eleni Papakyriakou setzte bei der „Eroica“ auf durchsichtigen Orchesterklang, was bei der Unterschiedlichkeit der Sätze gar nicht einfach ist. Der motivische Dreiklang, das stark Rhythmische und Tänzerische des ersten Satzes  begeisterte, ebenso die exakten raschen Tutti-Schläge. 

Der „Trauermarsch“ berührte mit seinen farbig schillernden Emotionen, die im Trost einer im Konzert wunderbar geführten Oboe endeten. Im dritten Satz bewies die agile Dirigentin – wieder einmal – wie sehr sie das Orchester zusammenhält. Die  Sinfonietta folgte ihren schnellen Schlägen ebenso wie ihrem Pianissimo, perfekter Einsatz auch von den sich nobel erhebenden Hörnern. 

Berauschend und klanggewaltig war das Finale. Hier ist die Dirigentin eine regulierende Taktgeberin für die schwelgende Fülle und die scheinbare Gestaltungsfreiheit. Was hat sie alles aus dem Orchester rausgeholt! Chapeau!

Das Orchester serviert nicht nur einen ausgesprochen wachen und präsenten Sound, es weiß in jeder Phrase auch ganz genau, welche musikalische Aussage die Dirigentin von ihm hören will. Eleni Papakyriakou hat Beethovens Partitur [Eroica] tief und klar durcharbeitet und ihre Vorstellungen für die Konzertpraxis taktgenau implementiert. Die Celli strömen, die Geigen modellieren ein Sehnen, die Holzbläser beschleunigen unmerklich, das Steichertutti bringt diesen ungezügelten Hauch von Wahnsinn ein, das Blech setzt unbarmherzige Schläge, Celli und Kontrabässe fangen alles in einem kleinen mystischen Wogen auf.

Ein großer Abend: Standing Ovations für Sinfonietta Passau mit Bruckners 7. und Philipp Ortmeiers "Tree of Life" - Man spürt das Vertrauen zwischen Orchester und Dirigentin. Das Orchester ist hochmotiviert, die Streicher liefern exakte Übergänge und feine Pianissimostellen. Auch dank der großartigen Bläsergruppe kann sich die Musik in der sakralen Akustik kraftvoll und zu Herzen gehend entwickeln.

Großes musikalisches Einfühlungsvermögen - Der Dirigentin gelingt es, die Klangschichtungen in diesem monumentalen Werk [Bruckner 7. Sinfonie] fein nuanciert hörbar zu machen. Dabei folgen ihr die Musiker penibel. Papakyriakou zupackende Art, gepaart mit Exaktheit und Temperament, ist genau die richtige Dosis, um den großen Klangkörper zusammenzuhalten.

Die Dirigentin beherrscht den großen Orchesterapparat mit klaren Gesten und großer Ruhe. Sie nimmt die Pausen ernst und gestaltet sie wunderbar passend in dem Raum.

Eleni Papakyriakou hat mit Anton Bruckners 4. Sinfonie rund 600 Besucher zu Standing Ovations hingerissen. 


Die Sinfonietta Passau ist eine gewaltige Leistung einer einzelnen Künstlerpersönlichkeit, ein Riesenschritt für die Kulturszene der Region und eine klare Ansage einer spannenden jungen Dirigentin an die Klassikwelt.

Eleni Papakyriakou hat das Zeug dazu, in die erste Liga der deutschen Dirigentinnen vorzustoßen!

Deswegen ist es keine Überraschung, dass sie [Eleni Papakyriakou] meisterhaft mit den reichen Orchesterfarben und Klangtexturen der Partitur umgeht und dabei eine emotionale Tiefe und Eindringlichkeit zum Ausdruck bringt.


(Passauer Neue Presse, Rabenstein Kultur Blog, O-Ton Kulturmagazin, Straubinger Tagblatt)

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